02.03.2026, 13:56
Hallo,
Ich habe 8,5 im zweiten Examen und wollte mal Meinungen einholen, ob ihr damit eine Verbesserung wagen würdet.
Ich weiß, dass das von vielen Faktoren abhängt und individuell zu entscheiden ist, aber mich würde die allgemeine Stimmung interessieren. Insbesondere da ich das Gefühl hab, dass bei den meisten die ich kenne, das zweite nicht so super lief und ob es eventuell unrealistisch ist, sich da noch wirklich zu verbessern. Auch kann ich schwer einschätzen, welche Türen einem mit dieser Note tatsächlich verschlossen bleiben…
Im ersten hatte ich 10,8 staatlich (12 mit Schwerpunkt) und ich fange als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei an, in der ich gerne bleiben möchte.
Ich bin für eure persönlichen Einschätzungen dankbar.
Ich habe 8,5 im zweiten Examen und wollte mal Meinungen einholen, ob ihr damit eine Verbesserung wagen würdet.
Ich weiß, dass das von vielen Faktoren abhängt und individuell zu entscheiden ist, aber mich würde die allgemeine Stimmung interessieren. Insbesondere da ich das Gefühl hab, dass bei den meisten die ich kenne, das zweite nicht so super lief und ob es eventuell unrealistisch ist, sich da noch wirklich zu verbessern. Auch kann ich schwer einschätzen, welche Türen einem mit dieser Note tatsächlich verschlossen bleiben…
Im ersten hatte ich 10,8 staatlich (12 mit Schwerpunkt) und ich fange als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei an, in der ich gerne bleiben möchte.
Ich bin für eure persönlichen Einschätzungen dankbar.
02.03.2026, 14:19
Also ich stehe fürs erste in einer ähnlichen Situation und werde wohl verbessern.
Bei dir scheint ja auch hohes Potential für die 9 zu bestehen und die paar Monate machen es hinten raus auch nicht mehr fett.
Ist wohl eine Frage der mentalen Verfassung. Mir haben 1-2 freie Wochen geholfen nochmal drüber zu reflektieren und die Sache anzugehen.
Wenn es für dich auch nach einiger Bedenkzeit mental nicht in Frage kommt, würde ich vllt. davon absehen
Bei dir scheint ja auch hohes Potential für die 9 zu bestehen und die paar Monate machen es hinten raus auch nicht mehr fett.
Ist wohl eine Frage der mentalen Verfassung. Mir haben 1-2 freie Wochen geholfen nochmal drüber zu reflektieren und die Sache anzugehen.
Wenn es für dich auch nach einiger Bedenkzeit mental nicht in Frage kommt, würde ich vllt. davon absehen
02.03.2026, 19:24
(02.03.2026, 13:56)Maria97 schrieb: Hallo,
Ich habe 8,5 im zweiten Examen und wollte mal Meinungen einholen, ob ihr damit eine Verbesserung wagen würdet.
Ich weiß, dass das von vielen Faktoren abhängt und individuell zu entscheiden ist, aber mich würde die allgemeine Stimmung interessieren. Insbesondere da ich das Gefühl hab, dass bei den meisten die ich kenne, das zweite nicht so super lief und ob es eventuell unrealistisch ist, sich da noch wirklich zu verbessern. Auch kann ich schwer einschätzen, welche Türen einem mit dieser Note tatsächlich verschlossen bleiben…
Im ersten hatte ich 10,8 staatlich (12 mit Schwerpunkt) und ich fange als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei an, in der ich gerne bleiben möchte.
Ich bin für eure persönlichen Einschätzungen dankbar.
Ich habe 8,61 Punkte und habe es gewagt. Ergebnis kann ich dir nicht sagen, aber selbst wenn es sich nicht gelohnt hat, weiß ich dann, dass ich es probiert habe und werde mir nie die Frage stellen was wäre wenn. Habe es auch hauptsächlich geschrieben, da ich keine Anwältin werden wollte, und es aktuell schwierig ist in der Justiz oder im Öffentlichen Dienst unterzukommen
02.03.2026, 20:21
Klingst doch glücklich mit deiner Stelle, die du mit den beiden Examina bekommen hast. Kommt wohl drauf an, wo du beruflich landen willst. Wenn du in die Justiz willst, würde ich mir die Frage stellen, ob du dir 11 Punkte plus im Verbesserungsversucht zutraust. Die wirst du nämlich für nicht absehbare Zeit dann brauchen. Wenn dir das Gehalt in der Kanzlei reicht und du da auch bleiben willst mit potentielle Chancen auf mehr, dann würd ich es an deiner Stelle lassen.
03.03.2026, 08:37
Ich habe den Verbesserungsversuch im ersten Examen trotz solider Note absolviert. Obwohl ich mich letztendlich nicht verbessert habe, würde ich ihn immer empfehlen. Allein um alles versucht zu haben.
Jetzt im zweiten Examen ist er bei mir leider objektiv notwendig geworden, da ich sehr schlecht abgeschnitten habe. Da ist die Situation und Motivation also eine andere als bei Dir. Ich hätte den Verbesserungsversuch jedoch auch bei deiner Note gemacht. Du bist im Lernen drin und es kostet nur ein paar Monate deines Lebens. Außerdem ist der Arbeitsmarkt schwierig, sodass Du wahrscheinlich so oder so ein paar Monate arbeitslos sein wirst.
Jetzt im zweiten Examen ist er bei mir leider objektiv notwendig geworden, da ich sehr schlecht abgeschnitten habe. Da ist die Situation und Motivation also eine andere als bei Dir. Ich hätte den Verbesserungsversuch jedoch auch bei deiner Note gemacht. Du bist im Lernen drin und es kostet nur ein paar Monate deines Lebens. Außerdem ist der Arbeitsmarkt schwierig, sodass Du wahrscheinlich so oder so ein paar Monate arbeitslos sein wirst.
07.03.2026, 19:02
Unbedingt machen!
Der dafür erforderlich Einsatz ist im Verhältnis zum bereits erbrachten Aufwand an Zeit und (entgangenem + eingesetztem) Geld lächerlich.
Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der psychische Druck mit einer ordentlichen Noten im 1. Versuch viel geringer ist. Mir hat es gelegentlich sogar Spaß gemacht, wenn eine Klausur gut lief.
Die Note wird dich sehr lange, evtl. sogar dein komplettes Berufsleben lang begleiten. Warum solltest du dann das Risiko eingehen, dich ebenso lange fragen zu müssen, ob nicht mehr möglich gewesen wäre?
Wie der Arbeitsmarkt sich entwickelt, wissen wir alle nicht. Zumindest für einige Berufe dürfte aber eine Note > 9 P. in den nächsten Jahren entscheidend bleiben. Und selbst wenn du heute sagen würdest, das kann dir egal sein, weil du zB eh Einzelanwalt werden wolltest, wer sagt dir, dass du das in 3 Jahren immer noch so siehst? Eine bessere Note hält dir dann alle Türen offen.
Der dafür erforderlich Einsatz ist im Verhältnis zum bereits erbrachten Aufwand an Zeit und (entgangenem + eingesetztem) Geld lächerlich.
Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der psychische Druck mit einer ordentlichen Noten im 1. Versuch viel geringer ist. Mir hat es gelegentlich sogar Spaß gemacht, wenn eine Klausur gut lief.
Die Note wird dich sehr lange, evtl. sogar dein komplettes Berufsleben lang begleiten. Warum solltest du dann das Risiko eingehen, dich ebenso lange fragen zu müssen, ob nicht mehr möglich gewesen wäre?
Wie der Arbeitsmarkt sich entwickelt, wissen wir alle nicht. Zumindest für einige Berufe dürfte aber eine Note > 9 P. in den nächsten Jahren entscheidend bleiben. Und selbst wenn du heute sagen würdest, das kann dir egal sein, weil du zB eh Einzelanwalt werden wolltest, wer sagt dir, dass du das in 3 Jahren immer noch so siehst? Eine bessere Note hält dir dann alle Türen offen.


