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Leitfaden nebenberufliche Selbstständigkeit als RA
Ex2025
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2025
#1
16.01.2026, 17:34
Hi zusammen, 

ich starte demnächst als Syndikus und strebe nebenher eine nebenberufliche Selbstständigkeit als RA an. Habt ihr da Tipps? Könnt ihr Bücher empfehlen (Kanzleigründung/Formularhandbücher) oder gar RA-Systeme (habe gesehen, dass RA Micro eine kostenfreie Version anbietet)?


Ich möchte langsam wachsen und über Kontakte an Mandate (außergerichtlich/vertragsprüfung) kommen und daher  zunächst daheim im "Wohnzimmer" starten.  Eine Website soll erst mittelfristig realisiert werden. Damit zumindest die Mail Adresse vertrauenserweckend aussieht, die Frage, ob ihr da einen bestimmten Anbieter empfehlen könnt. 

VG  Huh
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Sonnenschein
Member
***
Beiträge: 95
Themen: 3
Registriert seit: Apr 2025
#2
17.01.2026, 15:55
Die Kollegen von mir die das als Syndikus nebenzu noch machen haben vorher in Kanzleien gearbeitet und dürfen dort mal ein Mandat übernehmen um ihr Gehalt aufzubessern (ein paar Arbeitsschutzprozesse zB oder Steuersachen). Aber eine wirkliche reine Anwaltskarriere hat sich davon keiner nebenzu aufgebaut, da dazu schlicht die Zeit fehlt und der Einsatz, vor allem aber die fachliche Qualifikation und die Nachfrage am Markt. Wieso sollte man zu Dir kommen als zu einem der etlichen Fachanwälten die das Vollzeit und mit Herzblut machen in der Stadt? Das endet meist dann mit Mandaten wie der Nachbarin Erna die gegen den Nachbar vorgehen will weil die Hecke zu hoch wächst oder der Onkel der beim Privatkauf von einem PKW verarscht wurde. Also Fälle die sich kaum rechnen und unangenehm werden da über Famile/Bekannte. 
Solltest du es versuchen, dann versuch einfach die Kosten gering zu halten. Nicht urplötzlich Räume anmieten oder ähnliches.
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.333
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#3
17.01.2026, 16:43
(17.01.2026, 15:55)Sonnenschein schrieb:  Die Kollegen von mir die das als Syndikus nebenzu noch machen haben vorher in Kanzleien gearbeitet und dürfen dort mal ein Mandat übernehmen um ihr Gehalt aufzubessern (ein paar Arbeitsschutzprozesse zB oder Steuersachen). Aber eine wirkliche reine Anwaltskarriere hat sich davon keiner nebenzu aufgebaut, da dazu schlicht die Zeit fehlt und der Einsatz, vor allem aber die fachliche Qualifikation und die Nachfrage am Markt. Wieso sollte man zu Dir kommen als zu einem der etlichen Fachanwälten die das Vollzeit und mit Herzblut machen in der Stadt? Das endet meist dann mit Mandaten wie der Nachbarin Erna die gegen den Nachbar vorgehen will weil die Hecke zu hoch wächst oder der Onkel der beim Privatkauf von einem PKW verarscht wurde. Also Fälle die sich kaum rechnen und unangenehm werden da über Famile/Bekannte. 
Solltest du es versuchen, dann versuch einfach die Kosten gering zu halten. Nicht urplötzlich Räume anmieten oder ähnliches.

Ich kenne schon einige, die nebenberuflich Mandate annehmen. Das geht aber vor allem in Richtung Vertragsprüfung. Für "echte" Mandate mit Mandantenterminen und Gerichtsterminen fehlt tatsächlich den meisten die Zeit. Ausnahme sind die, die bewusst Teilzeit tageweise beim Hauptarbeitgeber arbeiten.
Ich selbst bin ebenfalls mit meinem Hauptjob genug ausgelastet, habe aber auch Kinder und einen Haushalt, um die/den man sich kümmern muss.

Literaturempfehlungen wären Bücher zum Berufseinstieg, z.B. vom DAV, die du für dich adaptieren musst. Wichtiger aber wird die Frage sein, wie du an die entsprechenden Mandate kommst. Das geht meist über befreundete Anwälte, die zu viel Arbeit oder in deinem Rechtgebiet nicht die Kompetenz haben oder andere Kontakte, die man sich im Laufe der Zeit aufgebaut hat. Der Mit-Forist Freidenkender bekommt wohl über seinen Steuerberater gelegentlich an Mandate.

Richtig ist auf jeden Fall, dass du schauen solltest, Aufwand im Vergleich zum Nutzen möglichst gering zu halten. Also bitte nicht den Nachbarschaftsstreit von Tante Erna annehmen. Der artet meist in viel Arbeit für sehr wenig Geld aus.
Weiterhin solltest du Verfahren vermeiden, bei denen du zu (auswärtigen) Gerichtsterminen fahren musst. Selbst wenn du die Freistellungserklärung von deinem Hauptarbeitgeber hast, wird die Terminierung für dich kompliziert.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.01.2026, 16:44 von Egal_.)
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Äfes
Senior Member
****
Beiträge: 304
Themen: 3
Registriert seit: Jul 2022
#4
17.01.2026, 23:14
Schau Dir mal Jlawyer an. Ist umsonst und kann man gut mit arbeiten, wenn man ein bisschen IT-Verständnis hat.
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Ex2025
Junior Member
**
Beiträge: 3
Themen: 1
Registriert seit: Apr 2025
#5
18.01.2026, 15:26
(17.01.2026, 23:14)Äfes schrieb:  Schau Dir mal Jlawyer an. Ist umsonst und kann man gut mit arbeiten, wenn man ein bisschen IT-Verständnis hat.

Danke!
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