02.12.2025, 18:43
Hallo Leute, ich hab in Kürze meine mündliche Prüfung und mein letzter Versuch. Ich habe so angst durchzufallen. Ich bin in Aktenvorträgen nicht der beste und hab Angst das ich nur 2 Punkte bekomme und im Gespräch daher nicht auf die 4,0 komme.
Zur Vorbereitung Deiner mündlichen Prüfung solltest Du auf jeden Fall die vielen Infos der Seite Protokolle-Assessorexamen.de nutzen:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
02.12.2025, 21:49
(02.12.2025, 18:43)Rocky schrieb: Hallo Leute, ich hab in Kürze meine mündliche Prüfung und mein letzter Versuch. Ich habe so angst durchzufallen. Ich bin in Aktenvorträgen nicht der beste und hab Angst das ich nur 2 Punkte bekomme und im Gespräch daher nicht auf die 4,0 komme.
Hey! Das ist erstmal ein total legitimes Gefühl und auch gut, dass Du Dir Deinen Gefühlen/ Deiner Angst da bewusst bist. Damit Dich die Gefühle an dem Tag nicht komplett übermannen ist es sicherlich gut, wenn Du vorher mit nahestehenden Personen darüber sprichst und dem Gefühl Raum gibst. Dann hilft es vermutlich auch das alles - ich weiß, leichter gesagt als getan - sich vor Augen zu halten, dass Dir dort niemand etwas Böses möchte und mit Sicherheit auch die Prüfer den Willen haben, Dich dort gut durchkommen zu lassen. Das sind auch nur Menschen, die sich ihrer Aufgabe und Position (in aller Regel) sehr bewusst sind. Hilfreich kann dann als Vorbereitung außerdem sein, Dir irgendein beruhigendes Ritual mitzunehmen, das Dich in Druck und Zweifel daran erinnert, dass alles gut wird. Im Idealfall auch eins, dass Du während der Prüfung unterm Tisch oder so machen kannst (eine meiner Freundinnen zum Beispiel zwickt sich leicht; eine andere reibt Daumen und Zeigefinger aneinander). Hört sich etwas komisch und banal an, es hilft iE aber zu sich zu finden und sich wieder auf die tatsächliche Situation zu konzentrieren, statt in Panik zu verfallen.
Soweit Du mit einem guten Mindset und einer guten Portion Selbstvertrauen darein gehst, ist die halbe Miete schon drin. Ab dann heißt es vor allem: aufmerksam sein, auf die Fragen eingehen, möglichst viel sagen, was einem in den Kopf kommt, Gedankengänge erklären. Es ist vor allem wichtig, die Prüfer an die Hand zu nehmen und sie daran teilhaben zu lassen, welche juristische Gedanken man sich macht. Nur so haben sie eine umfassende Grundlage, dann auch eine Entscheidung in Form von Noten treffen zu können. Und auch dann daran denken: sie wollen Dich nicht in die Pfanne hauen. Es ist oke, auch mal daneben zu tappen und noch nicht genau richtig zu sein. Das ist total normal und nicht schlimm. Die Prüfer:innen werden dann Gegenfragen stellen und mit Dir gemeinsam einen Weg finden. Also "einfach" darauf einlassen.
Auch für den Aktenvortrag gilt: die gewählte Lösung akzeptieren und flüssig, laut und selbstbewusst präsentieren. Als ich beim Zuschauen einer Mündlichen war, haben die Kandidat:innen 4 vollkommen unterschiedliche Lösungen gewählt. Alle waren iE in Ordnung; die Prüfer haben im Nachhinein noch 1,2 Fragen gestellt um nachzuvollziehen, wie man auf den Gedankengang kam. Und dann ist auch das oke.
Meiner Erfahrung nach ist die mündliche Prüfung vor allem auch ein Test dahingehend, wie man reagiert und auftritt und bei allem irgendwie einen kühlen Kopf bewahrt.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Du schaffst das mit Sicherheit! Glaub an Dich, Du bist nicht zufällig diesen ganzen Weg weit gekommen :)
02.12.2025, 22:42
(02.12.2025, 21:49)HH25 schrieb:(02.12.2025, 18:43)Rocky schrieb: Hallo Leute, ich hab in Kürze meine mündliche Prüfung und mein letzter Versuch. Ich habe so angst durchzufallen. Ich bin in Aktenvorträgen nicht der beste und hab Angst das ich nur 2 Punkte bekomme und im Gespräch daher nicht auf die 4,0 komme.
Hey! Das ist erstmal ein total legitimes Gefühl und auch gut, dass Du Dir Deinen Gefühlen/ Deiner Angst da bewusst bist. Damit Dich die Gefühle an dem Tag nicht komplett übermannen ist es sicherlich gut, wenn Du vorher mit nahestehenden Personen darüber sprichst und dem Gefühl Raum gibst. Dann hilft es vermutlich auch das alles - ich weiß, leichter gesagt als getan - sich vor Augen zu halten, dass Dir dort niemand etwas Böses möchte und mit Sicherheit auch die Prüfer den Willen haben, Dich dort gut durchkommen zu lassen. Das sind auch nur Menschen, die sich ihrer Aufgabe und Position (in aller Regel) sehr bewusst sind. Hilfreich kann dann als Vorbereitung außerdem sein, Dir irgendein beruhigendes Ritual mitzunehmen, das Dich in Druck und Zweifel daran erinnert, dass alles gut wird. Im Idealfall auch eins, dass Du während der Prüfung unterm Tisch oder so machen kannst (eine meiner Freundinnen zum Beispiel zwickt sich leicht; eine andere reibt Daumen und Zeigefinger aneinander). Hört sich etwas komisch und banal an, es hilft iE aber zu sich zu finden und sich wieder auf die tatsächliche Situation zu konzentrieren, statt in Panik zu verfallen.
Soweit Du mit einem guten Mindset und einer guten Portion Selbstvertrauen darein gehst, ist die halbe Miete schon drin. Ab dann heißt es vor allem: aufmerksam sein, auf die Fragen eingehen, möglichst viel sagen, was einem in den Kopf kommt, Gedankengänge erklären. Es ist vor allem wichtig, die Prüfer an die Hand zu nehmen und sie daran teilhaben zu lassen, welche juristische Gedanken man sich macht. Nur so haben sie eine umfassende Grundlage, dann auch eine Entscheidung in Form von Noten treffen zu können. Und auch dann daran denken: sie wollen Dich nicht in die Pfanne hauen. Es ist oke, auch mal daneben zu tappen und noch nicht genau richtig zu sein. Das ist total normal und nicht schlimm. Die Prüfer:innen werden dann Gegenfragen stellen und mit Dir gemeinsam einen Weg finden. Also "einfach" darauf einlassen.
Auch für den Aktenvortrag gilt: die gewählte Lösung akzeptieren und flüssig, laut und selbstbewusst präsentieren. Als ich beim Zuschauen einer Mündlichen war, haben die Kandidat:innen 4 vollkommen unterschiedliche Lösungen gewählt. Alle waren iE in Ordnung; die Prüfer haben im Nachhinein noch 1,2 Fragen gestellt um nachzuvollziehen, wie man auf den Gedankengang kam. Und dann ist auch das oke.
Meiner Erfahrung nach ist die mündliche Prüfung vor allem auch ein Test dahingehend, wie man reagiert und auftritt und bei allem irgendwie einen kühlen Kopf bewahrt.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Du schaffst das mit Sicherheit! Glaub an Dich, Du bist nicht zufällig diesen ganzen Weg weit gekommen :)
Vielen Dank für diese lieben Worte. Nur das Problem ist ich bin extrem schlecht vorbenotet und man denkt sich, bekomme ich das noch hin..
02.12.2025, 23:24
Aus (begrenzter) Prüfersicht: so denkt niemand, den ich kenne. Im Gegenteil, man versucht gerade in so einem Fall, alles für 4-5P finden.
Beim Vortag auf die Basics achten: Zeiteinteilung, die im Aktenstück angelegten Probleme zumindest ansprechen (viel besser als verschweigen, nur weil vermeintlich nicht die richtige Lösung bekannt ist), Obersätze und Normbezug.
Beim Vortag auf die Basics achten: Zeiteinteilung, die im Aktenstück angelegten Probleme zumindest ansprechen (viel besser als verschweigen, nur weil vermeintlich nicht die richtige Lösung bekannt ist), Obersätze und Normbezug.
04.12.2025, 16:55
(02.12.2025, 18:43)Rocky schrieb: Hallo Leute, ich hab in Kürze meine mündliche Prüfung und mein letzter Versuch. Ich habe so angst durchzufallen. Ich bin in Aktenvorträgen nicht der beste und hab Angst das ich nur 2 Punkte bekomme und im Gespräch daher nicht auf die 4,0 komme.Du schaffst das! Du darfst jetzt nicht aufgeben, sondern gezielt Aktenvorträge üben!!! Übung macht den Meister*! Wenn du kannst, solltest du dir einen Lernpartner suchen oder eine Gruppe. Das hilft auch enorm. Wichtig ist jetzt, dass du nicht verzagst und durchziehst! Nicht mehr lange du wirst es schaffen!!!!
04.12.2025, 21:12
Hey TE, du schaffst das! Ich kann deine Gefühlslage ein stückweit nachvollziehen. Gedanklich spielt man wahnsinnig viele Szenarien durch und meistens sind das immer die negativen Szenarien. Dein Gehirn bereitet sich halt psychologisch gesehen auf sämtliche Notfallszenarien vor.
Gerade die mündliche Prüfung im ersten Examen war für mich eine Qual. Auch wenn es für mich faktisch unmöglich war, dass ich durchfalle, haben sich meine Gedanken um nichts anderes gedreht. Die Nacht vor der mündlichen Prüfung lag ich dann nur noch zitternd im Bett und hätte Angst vor den nächsten Tag. Dabei hat es nicht geholfen, dass ich von den Vornoten her der schlechteste in meiner Gruppe war. Vielmehr hat es meine Gedankenspirale noch verschlimmert. Im zweiten Examen hatte ich die Gedanken auch etwas - glücklicherweise nur abgemildert. Beide Prüfungen habe ich aber mit Bravour gemeistert und mich nochmal stark verbessert.
Ängste und Sorgen sind kein Hindernis und können einem auch helfen über sich hinauszuwachsen. Keiner wird dich durchfallen lassen, weil du nicht gut vorbenotet bist. Nahezu jeder Prüfer wird versuchen, dich zum Bestehen zu bringen, selbst wenn du total falsche Sachen raushaust. Im ersten Examen hatte die beste Note übrigens jemand, der sehr früh zu einer "völlig unvertretbaren Lösung" gekommen ist - so jedenfalls der Vorsitzende. Die Lösung wurde aber wohl sehr überzeugend präsentiert.
Wichtig ist, dass du dich gut vorbereitest und viele Aktenvorträge übst. Du musst da eine gute Routine entwickeln. Du hast es fast geschafft und das Hindernis, das dich vor deinem Ziel erwartet, ist wirklich überschaubar.
Gerade die mündliche Prüfung im ersten Examen war für mich eine Qual. Auch wenn es für mich faktisch unmöglich war, dass ich durchfalle, haben sich meine Gedanken um nichts anderes gedreht. Die Nacht vor der mündlichen Prüfung lag ich dann nur noch zitternd im Bett und hätte Angst vor den nächsten Tag. Dabei hat es nicht geholfen, dass ich von den Vornoten her der schlechteste in meiner Gruppe war. Vielmehr hat es meine Gedankenspirale noch verschlimmert. Im zweiten Examen hatte ich die Gedanken auch etwas - glücklicherweise nur abgemildert. Beide Prüfungen habe ich aber mit Bravour gemeistert und mich nochmal stark verbessert.
Ängste und Sorgen sind kein Hindernis und können einem auch helfen über sich hinauszuwachsen. Keiner wird dich durchfallen lassen, weil du nicht gut vorbenotet bist. Nahezu jeder Prüfer wird versuchen, dich zum Bestehen zu bringen, selbst wenn du total falsche Sachen raushaust. Im ersten Examen hatte die beste Note übrigens jemand, der sehr früh zu einer "völlig unvertretbaren Lösung" gekommen ist - so jedenfalls der Vorsitzende. Die Lösung wurde aber wohl sehr überzeugend präsentiert.
Wichtig ist, dass du dich gut vorbereitest und viele Aktenvorträge übst. Du musst da eine gute Routine entwickeln. Du hast es fast geschafft und das Hindernis, das dich vor deinem Ziel erwartet, ist wirklich überschaubar.
07.12.2025, 22:49
Gerade Aktenvortrag kann man üben. Wenn das ordentlich läuft, gibt es Dir schon einmal Schub für danach. Das wird schon klappen!
08.12.2025, 23:55



