Gestern, 00:27
Baukammer ist natürlich viel Fleißarbeit. Aber ich war in mehreren Spezialkammern, in denen definitiv viel Jura nötig war - auch wenn man die Welt natürlich nicht jeden Tag neu erfindet. Selbst am BGH haben sie einen Haufen Zeug, der nach Deiner Definition kein Jura ist - Nichtzulassungsbeschwerden, Diesel, ... Und ein Professor hat mir neulich geklagt, welcher Arbeitszeitanteil auf Examensprüfung drauf geht: erschreckend viel! Und ob für ihn die 27. BGB-AT-Vorlesung noch großes Jura ist?
Jetzt als Referatsleiter im Ministerium mache ich mal viel Jura (Gesetzentwurf schreiben), dann wieder wochenlang gar nicht. Nur Jura hatte ich nirgends und fände es auch nicht erstrebenswert - aber aus der Baukammer würde ich auch irgendwann weg wollen ;) Auch der große Fischer macht ja nicht nur Jura, sondern schreibt allgemeinpolitische Kolumnen. Ist also offenbar alles sehr schwierig.
Jetzt als Referatsleiter im Ministerium mache ich mal viel Jura (Gesetzentwurf schreiben), dann wieder wochenlang gar nicht. Nur Jura hatte ich nirgends und fände es auch nicht erstrebenswert - aber aus der Baukammer würde ich auch irgendwann weg wollen ;) Auch der große Fischer macht ja nicht nur Jura, sondern schreibt allgemeinpolitische Kolumnen. Ist also offenbar alles sehr schwierig.
Gestern, 09:15
Also aus meiner Zeit als Rechtsanwalt spezialisiert im Arbeitsrecht kann ich nur sagen, dass das keine „Fleißarbeit“ im oben genannten Sinne war. Transkationen, ja. Der Rest, nein. War schon sehr juristisch. Es ging oft darum, eine juristische „Lücke“ zu finden und das dann argumentativ so darzustellen für Gericht oder Gegenseite, dass sie folgen. Oder eben zu prüfen wie der Sachverhalt angepasst werden muss, damit das rechtliche Risiko möglichst gering ist.
Mir persönlich war die Arbeit aber zu fremdbestimmt und zu getrieben von finanziellen Gesichtspunkten. Außerdem hatte ich keine Lust darauf, die nächsten 35 Jahre pro Woche 50-70St zu arbeiten. :)
Mir persönlich war die Arbeit aber zu fremdbestimmt und zu getrieben von finanziellen Gesichtspunkten. Außerdem hatte ich keine Lust darauf, die nächsten 35 Jahre pro Woche 50-70St zu arbeiten. :)